Montag, 20. Juni 2011

vollkommene ahnungslosigkeit.

ich bin an einen punkt angelangt.. ich bin stehen geblieben, ich kann nicht mehr zurück. nach vorne, immer tiefer fallen? das geht noch, es geht noch viel viel tiefer, doch irgendwann falle ich auch da einfach hin, am boden. ich klatsche auf. einfach, weil es nicht mehr geht. ich weiß nichts mehr, bin ahnungslos. ich bin nciht mehr ich, nicht mehr ich selbst. ich spiele jeden tag jeder gottverdammten person etwas vor. immer und immer wieder. familie, freunde, lehrern, bekannten, fremden. ich hasse mich dafür. ich hasse mich dafür, weil ich nicht nur dabei bin mein leben aufs äußere zu strapazieren, nein, ich bin dabei auch das leben von ihm und das leben meiner familie kaputt zu machen. mein leben ist schon so gut wie kaputt. vollkommen zerissen, ich frage mich an der stelle, ob es überhaupt noch möglich ist, alles irgendwie wieder ordnen zu können. ich will doch nur perfekt sein. perfekt hübsch, perfekt intelligent, perfekt sympathisch, perfekt fröhlich, perfekt anziehend. jeder soll von meinem lachen umhüllt werden, jeder soll mich lieben. ich will ein vorzeige ass in der schule sein, perfekte noten meinen eltern auf den tisch legen können und endlich wieder jeden beschissenen tag in der schule durchhalten. ich weiß nicht, was ich machen werde, wenn meine eltern die ganzen fehlstunden auf meinem zeugnis sehen. das wird ärger geben. das wird riesen ärger geben. er weiß auch nichts davon, niemand weiß etwas davon. nur ich und mich überfordert es. ich nehme mir viel zu viele sachen vor, setze die latte immer höher und höher, doch bin im klaren, dass ich nichts erreichen werde, nichts von alle dem schaffen werde. gar nichts. das bin nicht ich! ich guck in den spiegel, wer bist du? was hast du mit ihr gemacht? wann kommt sie wieder? kommt sie überhaupt wieder? fragen über fragen, die mir niemand beantworten kann, niemand. ich will keine hilfe, aber vielleicht würde ich ja wollen, dass er mich aus alle dem rauszieht, mir die augen öffnet, mir ein ultimatum stellt. vielleicht würde ich es wollen, vielleicht auch nur in diesem augenblick. jeder macht sich sorgen um mich, doch keiner ergreift die initiative mir zu helfen. jeder spricht davon, aber keiner handelt. wahrscheinlich handelt keiner, er, nicht, weil er es nicht ernst nimmt.
wo sind die momente hin, in denen man den rest der welt vor lauter fröhlichkeit vergisst? diese momente, in denen man sich vollkommen fühlt, in denen man mit einem breiten grinsen durch die straßen laufen und jeden einen "wundervollen tag" wünschen könnte.. ein grinsen, welches nicht nur aufgesetzt sondern auch wirklich so gemeint ist. ich vermisse diese momente. ich vermisse diese momente so unheimlich. ich vermisse mich. die fragen an der stelle:
- will ich alles aufgeben (all das, was ich mir hart erarbeitet habe? all das, was mich tränen und schmerz gekostet hat? all das, für das ich so lange so hart gearbeitet habe, bis es nahezu perfekt ist?) und versuchen mich wieder zu finden?
- doch was ist perfekt?
- wer bin ich? wer war ich? wer will ich sein?
- was wird sein?
ich habe keine antworten auf so viele fragen, die mich bewegen, also unterdrücke ich all diese. ich schenk ihnen einfach weiterhin keine aufmerksamkeit.



seine hand liegt auf meinem rücken, streichelt meine wirbelsäule entlang. rauf und runter, rauf und runter, rauf und runter. jede einzelne wirbel wird entlang gestreichelt. gedanken schießen in meinen kopf, fragen quellen nach vorne, wollen ausgesprochen werden. abgelehnt. ich bin still. er nicht. "deine.. deine wirbelsäule sticht so hervor.." entsetzen, trauer, ungewissheit.. all das unterstreicht diese aussage und lässt mich nicht wissen, wie ich antworten soll. trotzdem findet meine zunge worte, die sie zu einem, wenn auch nicht so sinnvollen, satz zusammen würfelt: "dann fass sie halt nicht so an!" und dreh mich weg. gottverdammt! es tut mir leid! ich will doch nciht immer so gastig auf solche sachen reagieren! doch sag mir, WIE soll ich reagieren! wie möchtest du es haben? wenn dich das beschäftigt, wenn es da so viele dinge gibt, die du gerne mit mir besprechen möchtest, oder fragen, die du mir endlich stellen möchtest... dann MACH ES! mach es doch endlich und warte nicht noch länger. bitte, bitte warte nicht noch länger..bitte.


halt' mich fest. lass mich nie los. bleib bei mir. ich brauche dich! ich wüsste nicht, was ich machen würde, wenn du dich jetzt von mir abwenden würdest. ich wüsste es nicht, doch ich weiß, dass es nichts positives ist, was darauf folgt. ich liebe dich mehr als mich. die worte treffen es denke ich exakt. doch wenn es so ist, wieso möchte ich nicht, dass du dir den kopf über meine gesundheit zerbrichst? könnte ich noch mehr in unsere beziehung reinstecken? noch mehr, als ich ohnehin schon tu'?
sag mir, bist du glücklich? bist du wirklich glücklich? sag es mir.  mehr möchte ich doch gar nciht wissen. wenn du es nicht bist, verspreche ich dir, alles dafür zu geben, damit du es wirst!