Sonntag, 26. Juni 2011

Ich sitze in einer Zirkusmanege. Ich gucke von oben zu. Es lässt mich alles kalt. Es ist mit egal. Die Seiltänzerin besteigt das Seil, es wackelt, doch sie sieht es nicht. Vielleicht sieht sie es, vielleicht ist es ihr bewusst, auf was sie sich dort einlässt, dass sie es nie über dieses Seil schaffen wird, aber sie setzt trotz alle dem ihren kleinen zierlichen Fuß auf das Seil, gefolgt von dem anderen. Einen Schritt nach vorne. Das Seil wackelt, ihr steigt die Angst bis in den Kopf, Schweißperlen bilden sich auf ihrer Stirn und ihre Blicke schweifen durch die Menschenmenge, durch die gaffende Menschenmenge, aber man sieht es ihr nicht an, weil sie eine Maske trägt. Eine Maske, die so wunderschön von hübschen Perlen verziert und mit Glitzersteinchen beschmückt ist; eine Maske, die eben alle Aufmerksamkeit auf sich zieht und nicht auf das, was sich unter ihr verbirgt.
Sie stürzt. Im Fall löst sich die Maske von ihrem Gesicht. Hart klatscht sie auf den Boden auf.
Jetzt sieht man ihr wahres Gesicht, die letzten Sekunden ihres Lebens steckt ihr Körper all die Kraft in ein paar Tränen, die ihre Wange herunter tropfen. Ihr Gesicht ist geprägt von Traurigkeit und purer Leere.


War es nicht jedem klar, was passieren wird? Hat es nicht jeder kommen sehen? Jeder einzelne, der in dem Publikum saß und zugesehen hat, wusste was geschehen wird. Sie selbst wusste genauso gut, was geschehen wird! Niemand zeigte eine Regung, es scheint, als wäre es allen egal. Niemand hilft ihr, niemand schreitet dazwischen. Jetzt liegt sie auf dem Boden, unzählige Augenpaare sind auf sie gerichtet, Trauer zieht sich durch die Manege und das, was jedem jetzt bewusst wird ist, dass es passiert ist und man es nicht mehr rückgängig machen kann. Nie mehr. Nie mehr!
_______________________________________

Ich war gestern mit ihm auf einer Einweihungsparty von zwei seiner Freunde. Es war lustig.
Nein, eigentlich habe ich mich mehr als unwohl gefühlt. Ich konnte nirgends hingehen, durch keinen Raum gehen, ohne, dass mich jemand angeguckt hat. Man sieht es, dass ich krank bin. KRANKHAFT DÜNN. Mein Körper wird von zwei Stelzen getragen, meine Oberschenkel bilden ein Guckloch, auch wenn ich meine Beine kreuze, meine Wirbelsäule sticht IMMER hervor und meine Arme sehen aus, wie von einem Grundschulkind. Ich habe die Blicke wie Pfeile in meinem Rücken gespürt, aber was sollte ich machen? Eben. Er hat gesoffen wie ein Fass ohne Boden und geraucht wie ein Schlot. Er macht es sonst nie, eben nur auf Partys. Trotzdem. Ich hatte auf nichts Lust, wollte mich nicht besaufen, also habe ich zum Nikotin gegriffen. Zwar nicht in Mengen wie er, aber auf nüchternen Magen hilft auch schon der noch so kleine Konsum, um sich erstmal für ein paar Minuten an den Türrahmen lehnen zu müssen, bevor man ein Bein nach dem anderen setzen kann: Nikotinflash/ Kreislauf weg.
Er fasst mich an, greift meinen Arm fest, zieht mich an sich ran, küsst mich hemmungslos. will mehr. ich blocke ab. "du rauchst mir zu viel!" darauf er: "und du isst mir zu wenig!" O.O ich darauf: "willst du jetzt streit anfangen? ich glaube du wirst verlieren!" er küsst mich weiter, ist zu verliebt in mich und sieht nicht, dass meine Fassade immer mehr bröckelt und ich endlich mal HALT brauche. verständnis. ich will, dass du bescheid weißt, über alles! ich möchte dir davon erzählen, wie oft ich mich übergebe. Ich möchte dir alle ekeligen Details erzählen, damit du mich endlich mal verstehst! aber ich möchte auch, dass du mich immer noch liebst, respektierst und Zuneigung mir gegenüber empfindest. Ich möchte nicht, dass du dich einmischst und mir vorschreibst, was ich zu tun und zu lassen haben. Einfach nur im klaren darüber sein, was mit deiner Freundin passiert, aber trotzdem den Mund halten: das ist es, was ich möchte!

Dienstag, 21. Juni 2011

"Nach dem Erbrechen komm es vor, dass sich im Körper der an Bulimie erkrankten Person Flüssigkeit sammelt... was Ödeme an Händen und Beinen verursacht... Störungen im Elektrolythaushalt führen außerdem zu den verschiedenen anderen Symptomen. Hierzu gehören allgemeine Schwächeanfälle, Verwirrung, Gedächtnisverlust und Denkstörungen sowie emotionale Labilität.[...]
Selbstinduziertes Erbrechen... verursacht Abschürfungen auf dem Rücken der beherrschenden Hand oder den Knöcheln, wo sich auch Narben bilden können.[...]
sie klagen über Kopf- und Rückenschmerzen, Atembeschwerden, Bauchkrämpfe und Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen und so weiter... Zweifellos ist der Schmerz da, aber er taucht sozusagen am falschen Ort auf. Die Gefühle sind es, die den Körper von innen heraus zu sprengen drohen... [der patient] aber möchte viel lieber eine konkrete und behandelbare Krankheit haben, als eine peinliche, diffuse, potentiell nicht behanderbare psychische.[...]"


und ich höre trotzdem nicht auf. weil ich nicht kann. weil ich im moment nicht kann. weil ich es wahrscheinlich nie nie mehr wieder kann. vielleicht auch, weil ich es nicht will. im moment. immer.
sagte ich nicht, dass ich möchte, dass er mich mal anspricht? er hat mich heute morgen angesprochen. heute morgen um 06.18h. er legte seine arme um mich, küsste mich, atmete meinen geruch ein, seine lippen berührten meine haut, alles kribbelt. dann guckt er mich an: "schatz? darf ich dir was sagen?" lange pause. zu spät, ich hab eine zu lange pause gemacht, DIE DU AUCH NICHT UNTERBROCHEN HAST! meine antwort: "nein!", ein kuss auf den mund und ich gehe aus dem raum. natürlich war das meine antwort, es wird wahrscheinlich immer meine antwort sein, (merk dir das! und merk dir noch was: nicht immer meine ich es so..) wer will schon mit all den sachen konfrontiert werden, die man selber schon gut genug weiß und bei denen man ganz genau weiß, dass sie einen selbst und andere kaputt machen? mich macht es kaputt, ich mache dadurch andere kaputt. so ist das. aber wie doof bist du eigentlich? setz dich doch einfach durch und sag sowas, wie: "nein, jetzt hör mir mal zu! du kannst nicht immer weglaufen [...]" vielleicht ist es das beste, vielleicht nicht. wie ich schon sagte, ich will nicht gesund werden, aber ich will dich sprechen hören, ich will wissen, wie du es siehst, wie es dir geht. vielleicht öffnet es mir ja meine augen. vielleicht.. hoffentlich.


gestern abend war ich noch mit ihm bei seinem besten freund (er hatte gestern geburtstag). mhm, lecker pizza, lecker pizza brötchen. "möchtest du auch etwas essen?" - "nein, danke, bin satt" (mein magen rumort)
nette runde, nur wir drei. es wird geredet, gelacht, gemütlich beisammen gesessen. es war keine geburtstagsparty, einfach nur ein besuch. ja, ein netter besuch zu einem geburtstag. später kamen seine eltern, ich war derweil auf toilette und als ich rauskam werde ich von ihm vorgestellt (wieso? ich kenne die doch schon. lächerlich.) ich begrüße die eltern des besten freundes von ihm, muss mir leider aber noch solch' sätze wie: "dich hätte ich jetzt gar nicht wieder erkannt, hättest du nichts gesagt [...] doch doch, dich haben wir doch schon mal kennen gelernt, aber du hast enorm viel abgenommen [erschreckender, prüfender blick, der einmal von oben bis unten wandert]" darauf er: "ja, sie hat ein wenig abgenommen" bitte was?? keine emotionen. ich weiß nciht, wie ich das finden soll.

Montag, 20. Juni 2011

vollkommene ahnungslosigkeit.

ich bin an einen punkt angelangt.. ich bin stehen geblieben, ich kann nicht mehr zurück. nach vorne, immer tiefer fallen? das geht noch, es geht noch viel viel tiefer, doch irgendwann falle ich auch da einfach hin, am boden. ich klatsche auf. einfach, weil es nicht mehr geht. ich weiß nichts mehr, bin ahnungslos. ich bin nciht mehr ich, nicht mehr ich selbst. ich spiele jeden tag jeder gottverdammten person etwas vor. immer und immer wieder. familie, freunde, lehrern, bekannten, fremden. ich hasse mich dafür. ich hasse mich dafür, weil ich nicht nur dabei bin mein leben aufs äußere zu strapazieren, nein, ich bin dabei auch das leben von ihm und das leben meiner familie kaputt zu machen. mein leben ist schon so gut wie kaputt. vollkommen zerissen, ich frage mich an der stelle, ob es überhaupt noch möglich ist, alles irgendwie wieder ordnen zu können. ich will doch nur perfekt sein. perfekt hübsch, perfekt intelligent, perfekt sympathisch, perfekt fröhlich, perfekt anziehend. jeder soll von meinem lachen umhüllt werden, jeder soll mich lieben. ich will ein vorzeige ass in der schule sein, perfekte noten meinen eltern auf den tisch legen können und endlich wieder jeden beschissenen tag in der schule durchhalten. ich weiß nicht, was ich machen werde, wenn meine eltern die ganzen fehlstunden auf meinem zeugnis sehen. das wird ärger geben. das wird riesen ärger geben. er weiß auch nichts davon, niemand weiß etwas davon. nur ich und mich überfordert es. ich nehme mir viel zu viele sachen vor, setze die latte immer höher und höher, doch bin im klaren, dass ich nichts erreichen werde, nichts von alle dem schaffen werde. gar nichts. das bin nicht ich! ich guck in den spiegel, wer bist du? was hast du mit ihr gemacht? wann kommt sie wieder? kommt sie überhaupt wieder? fragen über fragen, die mir niemand beantworten kann, niemand. ich will keine hilfe, aber vielleicht würde ich ja wollen, dass er mich aus alle dem rauszieht, mir die augen öffnet, mir ein ultimatum stellt. vielleicht würde ich es wollen, vielleicht auch nur in diesem augenblick. jeder macht sich sorgen um mich, doch keiner ergreift die initiative mir zu helfen. jeder spricht davon, aber keiner handelt. wahrscheinlich handelt keiner, er, nicht, weil er es nicht ernst nimmt.
wo sind die momente hin, in denen man den rest der welt vor lauter fröhlichkeit vergisst? diese momente, in denen man sich vollkommen fühlt, in denen man mit einem breiten grinsen durch die straßen laufen und jeden einen "wundervollen tag" wünschen könnte.. ein grinsen, welches nicht nur aufgesetzt sondern auch wirklich so gemeint ist. ich vermisse diese momente. ich vermisse diese momente so unheimlich. ich vermisse mich. die fragen an der stelle:
- will ich alles aufgeben (all das, was ich mir hart erarbeitet habe? all das, was mich tränen und schmerz gekostet hat? all das, für das ich so lange so hart gearbeitet habe, bis es nahezu perfekt ist?) und versuchen mich wieder zu finden?
- doch was ist perfekt?
- wer bin ich? wer war ich? wer will ich sein?
- was wird sein?
ich habe keine antworten auf so viele fragen, die mich bewegen, also unterdrücke ich all diese. ich schenk ihnen einfach weiterhin keine aufmerksamkeit.



seine hand liegt auf meinem rücken, streichelt meine wirbelsäule entlang. rauf und runter, rauf und runter, rauf und runter. jede einzelne wirbel wird entlang gestreichelt. gedanken schießen in meinen kopf, fragen quellen nach vorne, wollen ausgesprochen werden. abgelehnt. ich bin still. er nicht. "deine.. deine wirbelsäule sticht so hervor.." entsetzen, trauer, ungewissheit.. all das unterstreicht diese aussage und lässt mich nicht wissen, wie ich antworten soll. trotzdem findet meine zunge worte, die sie zu einem, wenn auch nicht so sinnvollen, satz zusammen würfelt: "dann fass sie halt nicht so an!" und dreh mich weg. gottverdammt! es tut mir leid! ich will doch nciht immer so gastig auf solche sachen reagieren! doch sag mir, WIE soll ich reagieren! wie möchtest du es haben? wenn dich das beschäftigt, wenn es da so viele dinge gibt, die du gerne mit mir besprechen möchtest, oder fragen, die du mir endlich stellen möchtest... dann MACH ES! mach es doch endlich und warte nicht noch länger. bitte, bitte warte nicht noch länger..bitte.


halt' mich fest. lass mich nie los. bleib bei mir. ich brauche dich! ich wüsste nicht, was ich machen würde, wenn du dich jetzt von mir abwenden würdest. ich wüsste es nicht, doch ich weiß, dass es nichts positives ist, was darauf folgt. ich liebe dich mehr als mich. die worte treffen es denke ich exakt. doch wenn es so ist, wieso möchte ich nicht, dass du dir den kopf über meine gesundheit zerbrichst? könnte ich noch mehr in unsere beziehung reinstecken? noch mehr, als ich ohnehin schon tu'?
sag mir, bist du glücklich? bist du wirklich glücklich? sag es mir.  mehr möchte ich doch gar nciht wissen. wenn du es nicht bist, verspreche ich dir, alles dafür zu geben, damit du es wirst!

Mittwoch, 15. Juni 2011

03.32uhr

ich schwitze, strampel die decke weg, bringt nichts, mein körper spielt verrückt. ich habe einen unfassbaren schweißausbruch. ich reiße meine augen auf. ich bin wach. ich will aufstehen, geh nicht, ich liege im bett und es scheint, als würde die welt mit mir achterbahn fahren. alles dreht sich, mein körper spielt verrückt. ich warte, warte lange. ich stehe,  muss mich abstützen, mein kreislauf spielt mir einen streich. sterne wirbeln vor meinen augen, lange lange sekunden. viele sekunden. zu viele. ich raffe mich auf gehe einen schritt in richtung badezimmer. 03.58uhr. ich sitze auf der toilette und versteh die welt nicht mehr. will wieder aufstehen, wieder  muss ich mich erstmal sammeln und abwarten, bis die sterne aufs neue verschwinden. ich lege mich wieder ins bett, atme regelmäßig, atme langsam. trinke einen schluck. ich bin wach. hellwach. die welt will immer noch nciht still stehen, alles dreht sich. die welt spielt verrückt. 04.24uhr. ich stehe auf, bleibe kurz stehen und gehe dann die treppen runter, runter in die küche, schnappe mir einen beutel voll äpfeln und verschwinde in meinem zimmer, lege die äpfel unter mein kopfkissen. ich rechne.
06.00uhr = mein papa steht auf
06.20uhr = meine mama steht auf, weckt meine schwester
07.15uhr = abfahrt (meine mama fährt meine schwester zur schule, meinen vater zur arbeit: mir bleibt zeit)
(ich hätte erst um 09.00uhr schule gehabt, hätte. bin nicht gegangen.)
04.40uhr. ich esse den ersten apfel, langsam. ich kaue alles zu brei bzw bis es fast schon flüssig ist. dann schlafe ich, versuch es zumindestens. funktioniert nicht. zweiter apfel. (keine sorge, ihr kommt wieder raus! später!) ich schlafe. 06.40uhr ich werde wach, esse weiter. esse den nächsten und den nächsten apfel, esse müsliriegel, die bei mir im zimmer noch vom vortag lagen. einfach alles in mich rein. ich steh auf, gehe runter, setze mich an den frühstückstisch und frühstücke mit meiner mama und meiner schwester. niemand sagt etwas im bezug darauf, dass ich heute frühstücke (ich frühstücke NIE was! NIE, NIE, NIE!). ich mach es aber, ausnahmsweise nur heute. marmeladen toasts. geh in die küche und esse noch einen joghurt und da noch was aus dem kühlschrank, hier noch was. wieder hoch in mein zimmer. esse die müsliriegel auf. 07.20uhr der rest meiner familie verabschiedet sich und ich verschwinde auf toilette. das essen verschwinden in der toilette. alles. wiegen wollte ich mich danach nicht. ich habe mich fertig gemacht, mich gewaschen, geschminkt, angezogen und als meine mama wieder da war, sind wir dann noch einkaufen gegangen.
dann zur schule 'tschuldige mama, aber schule ist heute nicht drin. ab zum arzt, bescheinigung holen und runter in die stadt. 10.12uhr. ich rechne. 12.00uhr steht meine mama an der schule und holt meine schwester ab. die beiden fahren nach köln (mrt- termin meiner schwester). ich esse, esse, esse. fahre nach hause, meine mama noch da. sie fährt, ich kotze. ich esse, esse, esse. mittagessen, alles mögliche. kotze. ich wiege mich. 17.04uhr. die waage spricht zu  mir: 44,3kg. ich versteh es nicht. egal. es ist gut.

ihn habe ich jetzt seit montag nicht gesehen. ich werde ihn wahrscheinlich auch erst freitag sehen, ich möchte es so. eigentlich würde ich es anders wollen, aber es tut mal ganz gut, wenn man nicht jede nacht nebeneinander liegt, sowie die letzten 10tage. umso mehr freut man sich dann, wenn man sich wieder hat. wenn man sich wieder in die arme nehmen, liebkosen, küssen, kuscheln kann. glücksgefühle hoch 10! :-)

Dienstag, 14. Juni 2011

Das ist der Tod auf deinen Lippen.

nein, ich will kein mitleid. nein, ich will nicht in den arm genommen werden und nein, verdammt nochmal, die tränen sind nicht wegen der morgigen vergleichsklausur (mathe). die tränen sind nicht deswegen. nun wirklich nicht deswegen. die tränen sind, weil ich heute in McDonald's saß und alles mögliche in mich hineingestopft habe, zu viel, genug.


ich saß da und musste daran denken, wie gerne ich doch wieder normal essen würde. manchmal möchte ich das, doch leider zu selten. ich will meine ES nicht aufgeben. ich möchte nicht, nein. sie gehört zu mir, sie ist jetzt ein teil von mir und allein die vorstellung, etwas zu essen (sicherlich unglaubliche mengen, ich meine.. hallo? ich bin bulimisch! da kann man nicht mehr abschätzen, wie viel "normal" ist.), was dann in mir bleibt, wirklich in mir und auf normaler, gesunder art und weise meinen körper verlässt, dass dann alle nährstoffe bzw das ganze fett in meinem körper geblieben sind und an mir haftet. nein, allein die vorstellung lässt mich schon wieder an meiner ES festhalten. es geht doch auch so. ich tu keinem was. mir geht es besser MIT ihr und ich kann mit ihr leben.
was ich will, ist einfach wieder von meiner geliebten mama in den arm genommen werden, einfach in den arm genommen werden OHNE dass sie meine knochen entlang tastet und in ihrem kopf unzählige gedanken umherschwirren, wie dünn ich doch bin. ich möchte nicht, dass sie darüber nachdenkt, aber das macht sie. ich komm selbst zum sport unterricht schon umgezogen, schließe immer die tür ab, wenn ich dusche und ziehe mich grundsätzlich immer nur hinter geschlossenen türen um. meinen körper sehe nur ich und er. aber er gibt mir das gefühl, dass ich schön bin oder will ich es nur so wahr haben? bilde ich mir das alles nur ein?

ich will meine mama bei mir haben, ihr alles erzählen wollen, will, dass sie mich versteht, mir gut zu redet und kein urteil über mich fällt. ich will, dass meine mama mir nicht einredet, wieder gesund zu werden, auch wenn es ihre aufgabe ist. ich will nicht angeschrien werden, will keine vorwürfe abbekommen. ich will einfach nur in ihren armen liegen und geliebt werden, so wie früher.  nie werde ich mehr in den arm genommen. außer von ihm. aber sonst nie mehr. irgendwie denkt jeder, ich bräuchte diese art von liebe nicht. DOCH! ICH BRAUCHE SIE! GERADE MEHR ALS ALLES ANDERE!

Montag, 13. Juni 2011

durchgemogelt.

und ich habe es geschafft. ich bin wieder zu hause (bin früher gegangen, weil er auch gehen musste und ich noch lernen muss). geburtstagsfeier= brunch. mhmmm, lecker. soviele wundervolle sachen, mandelgebäck, verschiedene brötchen, verschiedener aufschnitt, rührei, lachs, so viel einfach. ich hatte so unglaublichen hunger und mein magen rumorte auch schon ordentlich, aber ich habe mir vorgenommen nichts zu essen, weil gestern so ein schlechter tag war (zudem muss ich noch sagen, dass ich nicht zu sondern abgenommen habe, ganze 300g merkwürdig..^^). man konnte sich nehmen wann man möchte, was ganz gut war, denn so wusste niemand vom anderen, ob der jenige nicht schon etwas gegessen hat oder nicht. ich habe ihn gefragt, ob ich seinen benutzten teller vor mich stellen darf (durfte ich, ganz ohne widerworte) und somit hat dann auch jeder gedacht, dass ich schon etwas gegessen hätte. meiner mutter habe ich gesagt: "guck mama, ich hab auch schon was gegessen (unterstrichen von einem breiten grinsen auf meinen lippen)" meine mama: "das finde ich schön, danke" somit wird zu hause auch nichts zusätzlich noch gekocht und niemand zwingt mich, irgendetwas zu essen. da würde ich doch mal sagen: enorm gut durchdacht!
er hat mich gefragt, ob ich heute abend nicht mit ihm und noch ein paar anderen kommilitonen nach köln, in ein italienisches restaurant, essen gehen möchte, er würde sich sehr darüber freuen, bla bla bla. ich habe ihm nur gesagt: "schatz, die frage kannst du dir selber beantworten, nciht wahr (kuss auf die wange)" "ja, stimmt" und dann war gut. er war nicht enttäuscht, sauer, gar nichts. für ihn war es gut und nicht mehr der rede wert.
also würde ich mal sagen:
heute morgen: 44,6kg und evtl morgen wieder etwas weniger. ich muss jetzt lernen, ein referat fertig machen und einen brief fertig machen (es tut mir so leid!)

Sonntag, 12. Juni 2011

Tattoo.

ich hab dieses design gesehen und direkt meinen blog komplett geändert, weil ich mir schon seit einigen monaten überlege diese schwalben an meine rechte seite/ auf meine rippen tätowieren zu lassen. so in etwa:


ohne dieses doof "let it go" natürlich. ich find das wunderschön irgendwie. das hat was mit freiheit und irgendwie auch etwas mit meiner essstörung zu tun, die jetzt natürlich schon ein teil meines lebens ist.
kann aber auch sein, dass ich in ein paar jahren anders darüber denke, schließlich bin ich ja noch keine 18jahre alt. leider. wenn ich schon 18j wäre, müsste ich auch nicht mit dieser angst leben, dass meine eltern mich irgendwann evtl in eine klinik stecken. ich glaube aber, dass die das sowie so nciht machen werden, aber trotzdem, der hintergedanke ist da. aber das ist alles eine andere geschichte, was nicht hier hin gehört.
schlechter tag. eltern da, meine schwester da, ihr freund da und ich am essen und am essen und am essen. ich weiß auch nicht, was mit mir los war oder was ich gedacht habe. es kam mir auf einmal so unglaublich logisch vor, dass wenn ich jetzt esse:
a) der freund von meiner schwester mich auch mal essen sieht
b) mein vater mich auch mal wieder essen sieht (er kommt ja eigentlich in der woche immer abends gegen 19.00h nach hause und samstags "esse" ich immer mit ihm in der stadt (weil er den ganzen tag arbeitet und ich ihn in seiner pause immer besuchen gehe/ dass ich nichts esse wissen meine eltern natürlich nicht= genialer plan)
c) irgendwie habe ich gedacht, dass wenn ich heute esse, morgen ncihts essen müsste, keine ahnung, da kamen mir vorhin irgendwelche gedanken zusammen.
problem: es gab hühnchen und reis und leute ihr könnt euch nicht vorstellen, wie beschissen es ist, reis zu erbrechen. ich glaube ich hab auch noch etwas in mir, keine ahnung. ich müsste dafür jetzt alleine sein, damit ich immer wieder mit wasser nachspülen und aufs neue erbrechen könnte, bis nur noch galle hochkommt. tut mir leid, wenn ich es jetzt so ausführlich schreibe...
ich weiß nicht, dafür dass ich jetzt so einen mega beschissenen tag hatte und ich nicht weiß, wie ich den morgigen tag überstehen soll, geht es mir recht gut. er kommt in 2 stunden wieder hier hin, weil er ja morgen mit zu dieser feier geht. ah ich weiß was ich jetzt mache.. ich geh duschen, erbreche mich nochmal, während das wasser in die wanne läuft und mach mich wunderwunderschön für ihn :-) ja, wie gesagt, irgendwie geht es mir gut. wieso.. tja, das wüsste ich auch gern. :-)

die sonne scheint, der wind weht einem beim stoßlüften um die nase, die vögel zwitschern und die arme von ihm liegen um mich herum. ein kuss auf meinen kopf, ein kuss auf meinen hals, ein kuss auf meinen mund. die komplette letzte woche haben wir jede nacht neben einander geschlafen, jeden morgen sind wir gemeinsam aufgewacht, wundervoll.
mir geht es gut, danke der nachfrage. 44,7kg erreicht, heute fasten und morgen den kopf in den sand stecken und hoffen, dass mich jeder in ruhe lässt. um 11.00h beginnt der geburtstag/ die familienfeier bei meiner tante (da sein wird: das geburtstagskind= mein cousin (wird 6jahre alt)+ meine zwei 3jährigen cousinen+ meine tante+ mein onkel+die schwester von meinem onkel(+kind+mann) und die mutter von meinem onkel, meine beiden andereren cousins+ tante+onkel, meine oma, meine eltern, meine schwester, er..) ich weiß wirklich nciht, wie ich das überleben soll. keine ahnung. ich werde seltsame blicke kassieren, gemeine worte und getuschel einstecken müssen. verdammt. ich will da morgen echt nicht hin. zudem muss ich einfach unglaublich viel noch lernen. spanisch (eine ganze lektion) und mathematik (mittwoch vergleichsklausur stufe11) wuha! nein nein nein.....!

aber mir geht es gut :-)

Freitag, 10. Juni 2011

gute nacht! ♥

ich werde da sein. ich werde mir jetzt zeit lassen, mich in meinem zimmer verkriechen, lernen, lernen, lernen. mich einfach total ablenken, sprich mich auf eine sache die nichts mit abnehmen zu tun hat, zu konzentrieren. ich werde gleichzeitig etwas tun, was mich im leben weiter bringt. ok, ich werde jetzt nicht nach spanien auswandern, aber ich denke eine 1 wird im test wohl gut drin sein, wenn man wirklich lernt. indirekt hat es ja doch schon etwas mit meinen ganzen abnehmen-essen-bzw-nicht-essen-kotzen-nicht-kotzen-und-wiede-von-vorne-mist zu tun, weil ich es ja auch aus diesem grund tu', da nicht dran denken zu müssen. egal.
ich hoffe er kommt jetzt mit einem auto vorgefahren (entweder von seiner oma oder von seiner mama), sammelt mich ein, dann fahren wir gemeinsam zu einem geburtstag von einem kommilitonen, werde allen anderen kommilitonen vorgestellt, trinken, haben spaß, lachen, lieben. ich bin gerade wieder auf guten wege meine lebensfreude zu erlangen. klar, jeder hat ab und zu mal seine tiefpunkte im leben, aber ihr kennt mich, ich stehe immer wieder auf, ich bin diszipliniert, wacker alles und habe letztenendlich mehr hochpunkte als tiefpunkte :-)
ich werde heute nacht im traum mit all meinen liebsten an einem tisch sitzen, gemeinsam essen, lachen, geschichten erzählen, alles eben; und das bis in die frühen morgen stunden. ich werde es heute nacht im traum machen, weil ich da nicht dran denken muss, wie ich auf andere wirke (dürr, ausgemängelt, zerbrechlich, blass..), ob ich das essen, was ich in dieser nacht verputze, wieder auskotzen kann (wann? wo?... ich hatte oft genug träume, wo ich enorme mengen gefressen habe, aber dann immer und immer wieder daran gehindert wurde, es auszukotzen. ich hasse diese träume. zudem sind die immer so realitätstreu, dass ich immer ein mulmiges gefühl bekomme, wenn ich wach werde.. wie gesagt, ich hasse es) das wird ein schöner traum, ich werde euch empfangen, meine freunde :-D

Bulimie ist nicht einfach nur ein bisschen zuviel essen und dann aus reue kotzen
Bulimie ist nicht einfach nur eine Phase, die von alleine vergeht
Bulimie ist Sterben und doch weiterleben
Bulimie ist aufgeben und doch weiterkämpfen
Bulimie ist keine Disziplinlosigkeit
Bulimie ist absoluter Kontrollverlust
Bulimie ist nicht 1, 2 oder 3 Mal nachschenken
Bulimie ist ein Wochenvorrat von sämtlichen Nahrungsmitteln zu essen, weil nichts den Wahn stoppen kann
Bulimie ist nicht zum Klo zu rennen, um sich schnell wieder des ESSENS zu entledigen
Bulimie ist zum Bad zu kriechen, zu hoffen, dort auch an zu kommen, bevor der pralle und schmerzende Magen platzt
Bulimie ist nicht sich nach erfolgreichem übergeben zufrieden zustellen
Warum nur??
Bulimie ist sich anschließend wieder auf die Waage zu kämpfen, um zu überprüfen, ob nun wirklich kein Gramm mehr angezeigt wird
Bulimie bedeutet als einzige Angst zu haben, als fettes schwein beerdigt zu werden
Bulimie bedeutet Einsamkeit und Isolation
Nein.
... aber Bulimie bedeutet für andere ja doch nur, einmal mehr keine Disziplin und aus Reue ein bisschen gekotzt zu haben!

Donnerstag, 9. Juni 2011

ich hab mich versteckt. versteckt vor meinen ganzen freunden. ich weiß auch nicht, heute war ich einfach schlapp. ich hab mich heute morgen fertig gemacht, in den spiegel geguckt und wusste nichts mehr. ich hab mich beinahe erschrocken, wirklich. ich bin so dünn geworden. mein gesicht ist in sich gefallen, meine hände enorm knochig, von meinem rücken ganz zu schweigen. ich bin in die schule: "ja, deine ganzen freunde siehst du heute wieder, die in frankreich waren, los begrüß sie!" nein! ich muss sie nicht wieder sehen! ich muss sie nicht begrüßen! 2 wochen: 4,5kg abgenommen, sag mir, wie sieht das für dich aus? erklär mir. tu es.
ich bin einfach jedem aus dem weg gegangen. mit knurrendem magen. noch dazu kam, dass mir eine lehrerin über den weg gelaufen ist, die mich grüßt und ich sie grüße, wenn wir uns begegnen, doch heute hat sie mich am handgelenk festgehalten und mit erschreckendem blick zu mir gesagt: "gott... ich kenn dich noch aus der mittelstufe (macht irgendwelche gestiken, die mir anscheinend deutlich machen sollten, was für eine figur ich damals noch hatte, so... pummelig, massig) und jetzt, sag mal, geht es dir gut? du wirst immer und immer dünner, wenn ich dich sehe. hast du probleme? du kannst zu mir kommen, mit mir sprechen, wenn du magst. wirklich, ich nehm' mir die zeit für dich. [...]" meine reaktion: "ja, mach ich (falsches grinsen aufgesetzt), danke schön [...]" konnte es letztendlich doch nicht unterdrücken, in tränen auszubrechen. dann stand ich da. alleine in der großen pause, um mich herum hunderte von anderen schülern und ich stand da, alles schien am mir vorbei zu ziehen als wäre ich nicht anwesend, als wäre ich einfach nur jemand, der beobachtet, nichts fühlt, nicht denkt, nicht weiß was er machen soll und trotzdem wurden immer mehr worte zu mir gesagt, auf mich eingeredet, ich wurde angefasst, an arm und schulter, mir wurde gut zu gesprochen. ich wusste nichts mehr. irgendwann kam meine schwester und ich habe mich abgewandt, sie wusste zwar nicht, was mit mir los war, ist aber mit mir gleich auf toilette und hat mich getröstet. sie hat noch nichtmals nachgefragt, nach gebohrt, was ich habe, was mich bedrückt. das kann man wirklich schätzen.
morgen hätte ich sport unterricht, mein lehrer weiß bescheid (er ist der einzige, der bescheid weiß.) er hat mir sogar angeboten, dass wenn es mir zu viel wird, nicht zu sport zu gehen. ich glaube das mache ich, sonst müsste ich morgen nochmal fasten und das ganze wochenende, einschließlich montag und das schaffe ich nun wirklich nicht. alleine die vorstellung. uff, gewicht: 39kg wenn es so wäre?! nein! mein körper ist gerade auf dem extremsten verbrennungs punkt angelangt, egal wie lange ich faste, ich nehme direkt ab.
ich bin echt die ganze zeit am nachdenken. montag ist familien feier, mein cousin wird 6 jahre alt und alle sind da. ich will da nicht hin, ich will nciht von allen anderen verwandten angsprochen werden, wie dünn ich doch geworden bin, ich will nichts essen, ich will nicht in ernste gspräche verwickelt werden, ich will nicht, ich will nicht, ich will nicht! und ich weiß nun wirklich nciht, was ich machen soll.

Mittwoch, 8. Juni 2011

wieso?

ich bin müde. will schlafen, am liebsten jeden tag durch. ich bin geschafft, schlapp, träge, alles ist anstrengend. ich bin kraftlos. ich will eine pause machen, nur eine kurze, will sitzen bleiben, mich hinlegen, mich ausruhen. ich will mich ausruhen, also lasst mich in ruhe. meine kräfte scheinen zu schwinden. das bin nicht ich. das bin nicht ich da im spiegel, so sehe ich nicht aus. wer bist du? was machst du mit mir? wieso lässt du mich nicht in ruhe? ich will es endlich verstehen können, endlich begreifen. wieso tust du mir das alles an? wieso du ich es allen anderen an? wieso bin ich teils so herzlos? wieso, wieso, wieso?

Sonntag, 5. Juni 2011


los, mach es nochmal. greife nach meinem handgelenk, drück es so fest zusammen, wie es nur geht. und? merkst du es? bist du jetzt zufrieden? ich weiß, ich bin dünn, nur weißt du es auch? was hast du jetzt davon, dass du meine knochen begutachtest, entlang fühlst oder umgreifst? was möchtest du von mir?
"soll ich meine oma fragen, ob sie für uns am dienstag spagel kocht?" nein. nein. nein. wieso bist du nur so ahnungslos? wieso begreifst du es nicht mal? nochmal werde ich mich nicht erwischen lassen, oh nein, nochmal nicht. du wirst zusehen müssen, wie ich immer weniger werde. du kannst nichts machen. tut mir leid.
"hast du heute schon genug gegessen? und es auch drin behalten?" wann war das? zu lang her. denkst du wirklich, dass würde sich so schnell ändern? nein. verdammt, mach deine augen auf, guck mich an: mir geht es nicht gut und trotzdem denkst du mein lächeln wäre echt. ich zerbreche, gehe kaputt und trotzdem spiele ich vor dir die starke heldin, die mit allen problemen klar kommt. natürlich, fang streit mit mir an, damit komm ich auch noch klar, ich packe mir das einfach noch mit auf meine schulter, welche schon viel zu überfüllt von all den lastern sind. irgendwann werde ich zusammenbrechen unter meiner ganzen last, die ich mit mir rumschleppe. vielleicht bergreifst du ja dann, was mit mir los ist. das problem wird nur sein, dass es dann vielleicht schon zu spät ist. ich weiß du liebst mich und du weißt auch, wie sehr ich dich liebe. liebe mich einfach mit meinen problemen, so wie du es mir schon einmal gesagt hast, mir ins ohr geflüstert hast, als ich tränen verschmiert vor dir stand und nur noch so nach luft schnappen musste, tu es einfach, aber versuche nicht immer und immer wieder mich in eine richtung schieben zu wollen, die ich in der nächsten zeit nicht gehen werde. verstehst du? ich werde diesen weg noch nicht einschlagen. noch nicht. wirklich nicht. find dich damit ab, schatz!

Freitag, 3. Juni 2011

Planlos. absolut planlos.

ich weiß wirklich nicht, was ich tun soll. meine schwester, hochleistungsschwimmerin, trainiert eigentlich 12x die woche, sprich vor der schule und nach der schule; doch jetzt hat sie eine entzündung in der schulter und das wiederum heißt, dass sie jetzt 8 wochen, ja ihr habt richtig gehört: 8 wochen! pause machen muss, damit auch wirklich alles auskoriert ist. die frage die ich mir jetzt stelle ist, was werde ich bitte diese nächstn 8 wochen machen? was werde ich machen, wenn meine schwester nicht trainieren kann, sprich meine mutter keinen grund hat, um 19.00h irgendwo hinzufahren und ich alleine im haus bin? ich werde nicht mehr allein im haus sein. doch vielleicht schon, aber dann auch nur vollkommen spontan, sodass ich mich nicht drauf vorbereiten kann. tja, was bitte mache ich jetzt...? würde ich jetzt um die 55kg wiegen, dann wüsste ich, dass ich aller spätestens (!) nach diesen 8 wochen mein traumgewicht von 43kg erreichen könnte, da ich aber jetzt 45kg wiege, mittlerweile so krank bin, dass ich selbst magermilch + erdbeerkaba unter der dusche ausspucke, nichts festes mehr in mir bleibt und ich wahrscheinlich nicht die chance haben werde, die nächsten tage meine mahlzeiten die toilette hinunter zu spülen, bin ich ratlos, unglaublich ratlos.
in einem punkt bin ich mir sicher: zunehmen werde ich garantiert nicht!
am liebsten würde ich mich unter meiner bettdecke verkriechen, das ganze an mir vorbei ziehen lassen und rauskommen, wenn alles vorbei ist. ich mag es echt nicht, wenn ich so im unwissen bin, ich muss alles durchplanen und am liebsten einen guten plan planen. :-P
vielleicht gibt es ja noch hoffnung und meine schwester kriegt von ihrem trainer ein auf sie gerichtetes training, wobei sie ihre schulter nicht belastet, weil ganz ohne sport? jeden tag so zu hause hocken, wie ich? (ich hocke nicht den ganzen tag hier, aber jetzt im bezug auf sport. klar geh ich ab und zu mal schwimmen für mich selbst, aber selbst das kann meine schwester ja nichtmal.) ich kann mir das nicht vorstellen. außerdem gibt es noch einen zweiten punkt, bei dem hoffnung besteht. meine schwester muss sicherlich zum arzt, regelmäßig, und evtl fährt meine mutter dann immer  mit ihr dahin. minimale hoffnung, aber sie besteht und ich hoffe. vielleicht habe ich ja glück. vielleicht. vielleicht auch nicht.


Ich möchte in den richtigen Momenten süß gefunden werden, will Wasserschlachten beim Zähneputzen machen und ihm mit Lippenstift Nachrichten an den Spiegel schreiben. Ich will nachts stundenlang spazieren gehen, neben ihm auf der Schaukel sitzen und die Sterne beobachten. Ich will solange gekitzelt werden bis ich keine Luft mehr bekomme und mit ihm lachen bis mir die Tränen kommen. Ich will beim Frühstück unter dem Tisch füßeln und wenn ich morgens aufwache als erstes sein Gesicht sehn. Ich möchte ihn auffangen und aufgefangen werden. Ich will weinen können vor Glück wegen ihm und es soll im Bauch kribbeln wenn er an der Tür klingelt. Ich will mir Geschichten erzählen lassen die einmal wahr werden und solche, die nur Spinnerei sind. Ich will, dass ich mich ohne ihn nicht vollständig fühle, weil seine Nähe süchtig macht. Ich will auch wenn ich nicht bei ihm sein kann wissen, dass ich in seinen Gedanken bei ihm bin. Ich will bis in die Morgenstunden reden, kuscheln und um jede Minute feilschen die er bei mir bleibt und gewinnen! Ich will verregnete Sonntage mit ihm im Bett verbringen, in meinem liebsten Kuschelpulli neben ihm sitzen, warmen Schockopudding essen und die Welt draußen vergessen können. Es soll sich wunderschön und traumhaft anfühlen, neben ihm aufzuwachen und einzuschlafen. Ich will mich in seinen Augen zuhause fühlen und er soll der Mensch sein, dessen Hand ich halten möchte, wenn es mir schlecht geht. Ich möchte ständig grinsen müssen weil es ihn in meinem Leben gibt. Ich will seine fehlende Hälfte sein und ihm bedenkenlos vertrauen können. Ich will neue Welten erfinden und ihm vom Einkaufen seine Lieblingssachen mitbringen. Sommertage in seinen Armen auf einer Wiese verbringen und nachts die Wünsche meiner Sternschnuppen an ihn abgeben. Seine T-Shirts sollen auf der Wäscheleine zwischen meinen hängen und seine Stimme soll mir immer wieder Gänsehaut machen. Er soll schon mal für mich mitbestellen wenn ich noch nicht da bin und ich will, dass er mein Fels in der Brandung ist und ich will von ihm beschützt werden wenn ich Angst habe. Ich will es manchmal gar nicht mehr abwarten können, ihn endlich wieder in den Arm zu nehmen.
Wenn mein kleines Mädchen fragt wer meine große Liebe war will ich nicht das alte Fotoalbum rausholen! ich will auf Dich zeigen können und sagen dein Vater!

Donnerstag, 2. Juni 2011

Planänderung. teilweise.

teilweise, weil es nicht um meine gewichtsabnahme geht. es ist einfach nur auschließlich auf den heutigen tag bezogen. ich habe ihn natürlich angerufen und mich entschuldigt. ich habe mir überlegt, dass ich diesen satz "es tut mir leid" mittlerweile so gekonnt über die lippen bringen kann, dass ich diesen dann auch in der vorherigen situation anwenden konnte. ich meine, er musste zusehen, wie ich in der ganzen zeit, in der er an meiner seite ist, rund 20kg verloren habe. deshalb habe ich gedacht, dass ich ihm für diesen patzer heute morgen einfach mal die worte aufdrücke. schadet ja nicht. er kommt nachher, alles gut. ich bin so glücklich darüber, ihn bei mir haben zu dürfen. ich bin so glücklich darüber, dass wir uns "gefunden" und so lieben gelernt haben, dass wir uns echt nicht mehr "loslassen" wollen. es passt einfach. er ist derjenige, der mich glücklich macht, der mich immer und immer wieder aufmuntert, der mir in den arsch tritt, mich liebt und mir zuneigung/ geborgenheit schenkt. ich liebe ihn. ja verdammt, das tu ich wirklich.


jetzt mache ich noch ein wenig sport, gehe dann duschen und empfange meinen freund. MEINEN FREUND! :-)
wie es aussieht, bleibe ich heute alleine. ich habe nichts von ihm gehört und hinterherlaufen ist nun wirklich nicht meine art. ich fühl mich alleine gelassen. alleine mit meiner ES. das war ja schließlich auch der grund, warum sich unsere wege dann ohne ein weiteres wort getrennt haben. ich weiß nicht, was ich machen soll.


meine mutter macht seit heute auch wieder terror. heute morgen die aktion und vorhin meinte sie zu meinem vater: "sie hat noch gar nichts heute gegessen [...] wahrscheinlich hungert sie den ganzen tag [...]" mehr habe ich nicht mitbekommen.
na und? dann esse ich eben nichts, dann hunger ich eben. na und? wen interessiert es denn? essen wir sowieso viel zu hoch platziert. man muss sich zum essen verabreden, um reden zu können. egal ob mit dem chef, mit dem eigenen freund/ partner, mit familienmitgliedern. außerdem bin ich alt genug, um selber über mein wohl bestimmen zu können...

Tag ein, Tag aus.

„und, schatz? sei nicht immer so garstig zu deiner mama“
„doch, weil ich mir nicht von meiner mama vorschreiben lasse wann ich esse, was ich esse und wie viel und überhaupt!“
„sie will dir doch nur gutes, dir helfen!“
„nein, und wenn du jetzt auch so anfängst, brauchst du heute auch gar nicht mehr kommen“
Er guckt mich an, dieses lächeln (wie lächerlich du gerade bist, so jung, keine ahnung vom leben, du erzählst so einen unsinn, merkst du das denn nicht? Lass mich in ruhe, lass mcih einfach an dir vorbei gehen.) und geht auch an mir vorbei. Ich gehe, drehe mich um, wir gucken uns noch mal an, noch mal muss ich in das gesicht gucken, was von diesem scheußlichen lächeln geprägt ist. Zu viel. Das reicht. Irgendwann reichts. Ich hab mich umgedreht, das tor geschlossen, er hat sich in sein auto gesetzt und unsere wege haben sich getrennt.
Mir ist zum heulen zu mute. Ich hasse dieses gefühl. Heute abend wette ich, dass wir uns wieder treffen. normal, neutral. als wäre nichts gewesen. er übernachtet bei mir, verbringen die nacht zusammen, wir stehen gemeinsam auf und lieben uns. als wäre nichts gewesen.. 
Heute morgen bin ich wach geworden, mir ging es gut, ich fühlte mich leicht. Leicht wie ein 45kg schweres mädchen. naherzu wunderschön. Dann zu hause, er ist noch mit gekommen, weil er später noch zur universität musste, hat er noch gefrühstückt. Meine mama saß am tisch und meinte dann zu mir sagen zu müssen: „hast du schon was gegessen?“ „nein“ „dann mach das mal... einen apfel“ „nein“ „ich will jetzt nicht streiten!“ „ja, dann hör doch auf davon zu reden!“ (das hat sie extra vor ihm gemacht, damit er sieht, wie schlecht und respektlos ich meine mutter behandel und wie essgestört ich bin. Guter plan mama! Wirklich guter plan! lächerlich. versteht ihr es nicht? ihr kommt nicht an mich ran! ihr werdet nichts ändern und mir auch nicht helfen können. ich brauche eure hilfe nicht. ich bin schließlich die einzige, die etwas ändern kann. tja, wenn ich es nur wollen würde. tu ich nicht. pech!


So habe ich dann heute morgen zwei tassen, große tassen, 0,3 magermilch mit erdbeer-pulver getrunken und ich fühle mich schrecklich. das reicht schon, um den tag irgendwie total nach unten zu reißen. ich habe zu nichts lust, zu gar nichts. ich hab mir den tag komplett anders vorgestellt, wollte diesen auch ganz anders beginnen und jetzt das. dazu kommt noch dieser ganze mist zwischen ihm und mir. es ist kein streit. wir haben uns noch nie gestritten, aber ich mag es trotzdem nicht. es zieht meine laune so dermaßen nach unten. ich mein, was meint er denn? er weiß bescheid. oh ja, das weiß er nun wirklich. ich kann da nichts für, wenn er mich nie drauf anspricht, ich möchte es auch gar nicht, nein nun wirklich nicht, aber er müsste eigentlich wissen, was teils in mir vorgeht und dass ich mir erst recht nicht vorschreiben lasse, was ich essen soll, wie viel, wann und wo.

therapie war gut. also ich weiß nicht, ich habe solangsam das gefühl, dass die mich nicht als bulimikerin/ essgestörte ansehen, sondern einfach als ein mädchen mit familien problemen. nächsten montag (06.06.) muss ich wieder hin. ab heute faste ich wieder bis montag und ich denke 2-3kg sind machbar.