Mittwoch, 15. Juni 2011

03.32uhr

ich schwitze, strampel die decke weg, bringt nichts, mein körper spielt verrückt. ich habe einen unfassbaren schweißausbruch. ich reiße meine augen auf. ich bin wach. ich will aufstehen, geh nicht, ich liege im bett und es scheint, als würde die welt mit mir achterbahn fahren. alles dreht sich, mein körper spielt verrückt. ich warte, warte lange. ich stehe,  muss mich abstützen, mein kreislauf spielt mir einen streich. sterne wirbeln vor meinen augen, lange lange sekunden. viele sekunden. zu viele. ich raffe mich auf gehe einen schritt in richtung badezimmer. 03.58uhr. ich sitze auf der toilette und versteh die welt nicht mehr. will wieder aufstehen, wieder  muss ich mich erstmal sammeln und abwarten, bis die sterne aufs neue verschwinden. ich lege mich wieder ins bett, atme regelmäßig, atme langsam. trinke einen schluck. ich bin wach. hellwach. die welt will immer noch nciht still stehen, alles dreht sich. die welt spielt verrückt. 04.24uhr. ich stehe auf, bleibe kurz stehen und gehe dann die treppen runter, runter in die küche, schnappe mir einen beutel voll äpfeln und verschwinde in meinem zimmer, lege die äpfel unter mein kopfkissen. ich rechne.
06.00uhr = mein papa steht auf
06.20uhr = meine mama steht auf, weckt meine schwester
07.15uhr = abfahrt (meine mama fährt meine schwester zur schule, meinen vater zur arbeit: mir bleibt zeit)
(ich hätte erst um 09.00uhr schule gehabt, hätte. bin nicht gegangen.)
04.40uhr. ich esse den ersten apfel, langsam. ich kaue alles zu brei bzw bis es fast schon flüssig ist. dann schlafe ich, versuch es zumindestens. funktioniert nicht. zweiter apfel. (keine sorge, ihr kommt wieder raus! später!) ich schlafe. 06.40uhr ich werde wach, esse weiter. esse den nächsten und den nächsten apfel, esse müsliriegel, die bei mir im zimmer noch vom vortag lagen. einfach alles in mich rein. ich steh auf, gehe runter, setze mich an den frühstückstisch und frühstücke mit meiner mama und meiner schwester. niemand sagt etwas im bezug darauf, dass ich heute frühstücke (ich frühstücke NIE was! NIE, NIE, NIE!). ich mach es aber, ausnahmsweise nur heute. marmeladen toasts. geh in die küche und esse noch einen joghurt und da noch was aus dem kühlschrank, hier noch was. wieder hoch in mein zimmer. esse die müsliriegel auf. 07.20uhr der rest meiner familie verabschiedet sich und ich verschwinde auf toilette. das essen verschwinden in der toilette. alles. wiegen wollte ich mich danach nicht. ich habe mich fertig gemacht, mich gewaschen, geschminkt, angezogen und als meine mama wieder da war, sind wir dann noch einkaufen gegangen.
dann zur schule 'tschuldige mama, aber schule ist heute nicht drin. ab zum arzt, bescheinigung holen und runter in die stadt. 10.12uhr. ich rechne. 12.00uhr steht meine mama an der schule und holt meine schwester ab. die beiden fahren nach köln (mrt- termin meiner schwester). ich esse, esse, esse. fahre nach hause, meine mama noch da. sie fährt, ich kotze. ich esse, esse, esse. mittagessen, alles mögliche. kotze. ich wiege mich. 17.04uhr. die waage spricht zu  mir: 44,3kg. ich versteh es nicht. egal. es ist gut.

ihn habe ich jetzt seit montag nicht gesehen. ich werde ihn wahrscheinlich auch erst freitag sehen, ich möchte es so. eigentlich würde ich es anders wollen, aber es tut mal ganz gut, wenn man nicht jede nacht nebeneinander liegt, sowie die letzten 10tage. umso mehr freut man sich dann, wenn man sich wieder hat. wenn man sich wieder in die arme nehmen, liebkosen, küssen, kuscheln kann. glücksgefühle hoch 10! :-)