Freitag, 9. Dezember 2011

Entlassen.

Im Krankenhaus wird einem geholfen, all die Organischen Schäden zu bewältigen, oder liege ich da falsch?
Die Aufgabe eines Krankenhauses ist es nicht, mich dort "einzusperren" nur weil es für mich "besser" ist.
Ich bin mittlerweile in meinem 18.Lebensjahr und habe ein gewisses Mitspracherecht! JA! RICHTIG GEHÖRT, LIEBE FRAU MAMA: MITSPRACHERECHT!
Natürlich kann ich dich verstehen, dass du Angst um mich hast und jeden Tag, wenn du bei der Arbeit bist, darum bangst, ich würde vor der Toilette krepieren. Wenn die Ärzte sagen, dass DU darauf achten sollst, dass ich nicht zu viel esse und auch nicht anschließend zu stark erbreche, dann möchte ich behaupten, dass auch ICH einen gesunden  noch stückweit gesunden Menschenverstand habe, der mir sicherlich auch an der richtigen Stelle "HALT!"/ "STOP! Bis hier hin und nicht weiter!!!" sagt. Es ist schwierig für dich und ich wünschte, dass du all das nicht aushalten müsstest. Ich hasse mich dafür! wirklich: ICH HASSE MICH DAFÜR, DIR meine aller geliebte Mama! Ich liebe dich so unglaublich und wünschte, dass du eine bessere Tochter hättest, die dir alles recht macht ALL DAS ANZUTUN. Eine Entschuldigung ist hier unnütz. Eine Entschuldigung ist auch nur etwas ausgesprochenes, was man zwar sagen, aber noch immer nicht gleich so meinen muss. Eine Entschuldigung ist schnell über die eigenen Lippen gehuscht. Eine Entschuldigung kann all das nicht wieder gut machen.
Ich würde die Situation am liebsten Rükgängig machen, sodass du mich nie in dieser Lage hättest sehen müssen..



Meine Mutter hätte am liebsten, dass ich bis ich in die Klinik komme, noch im Krankenhaus bleibe.
Natürlich, ich an ihrer Stelle würde das gleiche verlangen! Meine Mutter ist unfassbaren Qualen ausgesetzt, die ich ihr zubereite und gegen die ich nichts machen kann. Wenn ich so darüber nachdenke, wäre ich entweder am liebsten TOD  wünschte ich, ich wäre nie krank geworden.
ICH WILL ENDLICH FREI SEIN!!!!!!



Ich bin wieder zu Hause. Mir geht es gut, meinem Magen geht es gut. Ich bin zwar noch ein wenig von der Rolle, ich meine, ich habe seit Sonntag rein GAR NICHTS mehr gegessen und zu wenig getrunken, aber ich schaff das schon.
Er hat mich nicht besucht. Er wollte mich HEUTE besuchen, aber jetzt bin ich ja schon zu Hause. Nachher in 2 Stunden treffe ich mich mit ihm und wir gehen dann später ins Kino. Ich habe ihn so vermisst! Aber ich habe auch schreckliche Angst ihm alle Fragen noch einmal zu beantworten.. natürlich wusste er, WIESO ich ins Krankenhaus gekommen bin und WAS los war, aber wie Männer halt so sind, reicht es nicht, ihnen es nur 1x zu erklären.